Schaumwein- Unterschiede und Herstellungsverfahren

Ob  Asti, Cava, Champagner, Crémant, Prosecco, Sekt, Spumante, oder Winzersekt, … Sie alle sind Schaumweine. Nur hat eben jedes Herkunftsland seinen eigenen Namen für den beliebten Perlwein. Natürlich gibt es darüber hinaus auch zahlreiche geschmackliche Unterschiede und 5 verschiedene Herstellungsverfahren.

Schaumweine-around the world

Asti

Ein süßer, fruchtiger und leichter Schaumwein aus den italienischen Provinzen Asti, Cuneo und Alessandria im Piemont. Er wird aus der Rebsorte Muscat Blanc á Petits Grains hergestellt. Asti profitiert nicht von Lagerung und sollte so jung wie möglich getrunken werden.

Cava

Ein spanischer Schaumwein, der nach der traditionellen Methode hergestellt wird und mindestens 9 Monate auf dem Hefesatz liegen muss. Die traditionellen Rebsorten für Cava sind: Macabeo, Parellada und Xarel-lo für weiße Schaumweine und Garnacha und Monastrell für Roséweine. Cava ist trocken und hat einen mittleren Säuregehalt.

Crémant

In Frankreich ist diese Bezeichnung für acht Weinbauregionen zugelassen:

  • Crémant d´Alsace (Elsass)
  • Crémant de Bordeaux
  • Crémant de Bourgogne (Burgund)
  • Crémant de Die (Gebiet der Rhône)
  • Crémant de Limoux (Languedoc)
  • Crémant du Jura
  • Crémant de Loire
  • Crémant de Savoie

Crémant bezeichnet moussierende Getränke mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung, die außerhalb der Champagne nach dem Verfahren der traditionellen Flaschengärung hergestellt werden. Je nach Region werden zur Herstellung  die Rebsorten Chenin Blanc, Chardonnay, Pinot Noir, Auxerrois oder auch Cabernet Franc verwendet.

Champagner

Nach wie vor der berühmteste aller Schaumweine, allerdings dürfen sie auch nur so heißen, wenn sie in dem bekannten Anbaugebiet in Frankreich hergestellt wurden. Die 3 zugelassenen und somit wichtigsten Rebsorten für die Champagnerproduktion sind Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir.

Prosecco

Kommt aus dem Nordosten Italiens und ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung für italienische Schaumweine („Spumante“) und Perlweine („Frizzante“). Die Rebsorte Prosecco wurde 2009 in Glera umbenannt. Prosecco wird in der Regel im Tankgärungsverfahren hergestellt, hat einen mittleren Säuregehalt und frische Aromen von grünem Apfel und Melone. Sie sollten jung getrunken werden und profitieren nicht von Flaschenalterung.

Sekt

Die Grundweine für Sekt kommen meist aus Frankreich oder Italien und werden in Deutschland zu Schaumwein weiterverarbeitet. Der Alkoholgehalt muss mindestens 10 Vol.-% betragen. Deutschland hat einen sehr großen Markt für Sekt und den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch der Welt. Sie werden immer mit dem Tankgärungsverfahren hergestellt. Deutscher Sekt muss allerdings auch aus Trauben bereitet werden, die in Deutschland angebaut wurden.

Spumante

Die Sammelbezeichnung steht für italienischen Qualitäts-Schaumwein, was im deutschen Sprachraum dem Wort Sekt entspricht. Die Minimalanforderungen sind: mindestens 11% Alkohol. mindestens 2,5 bar Kohlensäure-Druck.

Winzersekt

Der Winzersekt ist die Antwort der deutschen Winzer zum Champagner und Crémant, der mit der klassischen Flaschengärung hergestellt wird. 100% der Trauben müssen von den eigenen Reben stammen. Sie sind meist sortenrein aus den Rebsorten Chardonnay, Riesling, Elbling, Kerner, Silvaner, Trollinger, Dornfelder, Weißburgunder oder Spätburgunder und können aus allen deutschen Anbaugebieten stammen. Mit der Bezeichnung als Winzersekt betonen die Winzer, dass der Grundwein für ihren Sekt tatsächlich aus ihrem Betrieb beziehungsweise aus dem Anbaugebiet stammt und nicht − wie bei den großen Sektkellereien − überwiegend im Ausland eingekauft wird. Der Gesetzgeber schreibt eine Lagerung von mindestens neun Monaten auf dem Hefesatz vor. Je länger die Lagerung auf der Hefe erfolgt, desto besser wird das Sektaroma und desto feiner werden die Sektperlen. Nach der Lagerung wird der Sekt durch das Rütteln von der Hefe getrennt.

Herstellungsverfahren

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