Beispiel Etikett aus Frankreich

Das Etikett ist die Visitenkarte eines Weines und gibt dem Erzeuger die Möglichkeit zur Kommunikation mit dem Käufer. Die Informationen, die auf einem Weinetikett stehen müssen sind gesetzlich vorgeschrieben, wobei es Unterschiede bei den nationalen und internationalen Mindestanforderungen gibt.

Zu den Pflichtangaben gehören :

  • Verkehrsbezeichnung: z.B. Wein oder Perlwein
  • Anbaugebiet
  • Qualitätsstufe
  • Herkunftsland
  • Amtliche Prüfungsnummer oder Los-Nummer
  • Nennvolumen des Flascheninhalts: z.B. 0,75l
  • Angabe des Alkoholgehaltes in % vol.
  • Angabe des Erzeugers bzw. Abfüllers
  • Allergenkennzeichnung: z.B. “enthält Sulfite”
  • Weinarten, die nicht Rot- oder Weißwein sind: z.B. Rotling, Rosé, usw.
  • bei Sekt: die Geschmacksangabe

Freiwillige Angaben auf dem Weinetikett :

  • Jahrgang (mindestens 85 % des Weins muss aus dem entsprechenden Jahrgang stammen)
  • Rebsorte (mindestens 85 % des Weines müssen aus der genannten Rebsorte bestehen)
  • Geschmacksrichtung
Beispiel Etikett aus den USA

Um den Verkauf ihres Weines zu steigern, geben manche Hersteller bzw. Erzeuger auch folgende Angaben an :

  • Speiseempfehlungen
  • Angaben zur Herstellung (Barrique)
  • Phantasienamen
  • Bio-Wein
  • Trinktemperatur
  • charakteristische Eigenschaften

Vorreiter des Papieretiketts waren Keller- und Flaschenschilder, da es erst seit 1860 Klebstoffe gibt, die auf Glas haften. Heute werden sie unmittelbar nach der Abfüllung in einem mechanisiertem Ablauf aufgeklebt wobei manche Kleinerzeuger immer noch von Hand aufkleben. Hersteller von Schaumweinen müssen dabei besonders auf die wasserbeständigkeit des Klebstoffes achten, da die Flaschen vor dem Entkorken meist in Eiskübel gelegt werden.

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